Ermittlungsverfahren

Das strafrechtliche Ermittlungsverfahren beginnt nicht mit der Tat. Sondern in dem Moment, in dem die Strafverfolgungsbehörden – meistens die Polizei – einen sogenannten Anfangsverdacht haben. Das kann passieren, indem das Opfer oder eine dritte Person sich an die Strafverfolgungsbehörden wendet und dort eine Straftat zur Anzeige bringt.

Wenn Sie Opfer einer Straftat geworden sind, ist es sinnvoll schnellstmöglich die Strafverfolgungsbehörden zu informieren, damit umgehend die vorhandenen Beweise gesichert werden können.

Notfallnummer für Opfer von Straftaten: 0178 – 546 09 09

Der Gang zur Polizei ist oftmals schwierig und mit großen Unsicherheiten verbunden. Er ist jedoch unerlässlich, wenn die Tat verfolgt werden soll. Um das Procedere für Sie zu erleichtern, sollten Sie zu der polizeilichen Vernehmung einen Opferanwalt hinzuziehen.

Im Ermittlungsverfahren ist das Opfer Zeuge und damit ein Beweismittel. Es ist verpflichtet, zu Vernehmungen bei der Staatsanwaltschaft und bei Gericht zu erscheinen und auszusagen, wenn nicht im Einzelfall ein Schweigerecht besteht. Ein Opfer einer Straftat muss sich auch darauf einstellen, dass eine körperliche Untersuchung angeordnet werden kann, falls es für die Beweissicherung erforderlich ist. Im Einzelfall kann aus Sicht der Strafverfolgungsbehörde auch eine aussagepsychologische Begutachtung notwendig sein. An diesem kann das Opfer mitwirken, muss es aber nicht.

Beistand auf Kosten der Staatskasse

Der Weg im Ermittlungsverfahren ist für das Opfer kein leichter Weg. Aus diesem Grund sollte ein Anwalt hinzugezogen werden. In bestimmten Fällen werden die Anwaltskosten im Ermittlungsverfahren von der Staatskasse übernommen.