Hauptverfahren

Das Hauptverfahren beginnt nach Anklageerhebung und mit Eröffnung des Hauptverfahrens durch das Gericht. Für das Opfer einer Straftat bedeutet dies einen weiteren Verfahrensabschnitt, nämlich die Hauptverhandlung.

Was muss ein Opfer im Hauptverfahren tun?

Das Opfer ist juristisch ein Beweismittel und nicht der Ankläger. Das Opfer muss als Zeuge erscheinen und in der Hauptverhandlung aussagen. Vorrausgesetzt es besteht kein Schweigerecht. Diese oftmals unangenehme Situation kann durch den Nebenklagevertreter begleitet werden.

Die Nebenklage

Die Nebenklage soll Opfern von Straftaten ermöglichen, die eigenen Rechte wahr zu nehmen. Liegt ein Nebenklagedelikt vor, kann das Opfer einer Straftat sich dem Verfahren als Nebenkläger anschließen und sich durch einen Nebenklageanwalt vertreten lassen. Der Nebenklagevertreter tritt in der Hauptverhandlung auf und hat die gleichen Rechte wie Staatsanwalt und Verteidigung.

Von der Möglichkeit zur Nebenklage sollte unbedingt Gebrauch gemacht werden. Damit das Opfer nicht nur Beweismittel ist, sondern seine Rechte vertreten werden. Die Nebenklagevertretung kann Anträge wie den Ausschluss der Öffentlichkeit oder den Ausschluss des Angeklagten stellen. Wie Staatsanwaltschaft und Verteidigung kann die Nebenklagevertretung Einfluss auf den Gang des Verfahrens nehmen.